Das Lizenzmodell hat sich geändert, die Rechnung auch. Wir planen den Umstieg in Etappen, mit Feature-Mapping, gerechneten Wartungsfenstern und einem Rückfallplan für jede Etappe.
Seit der Übernahme von VMware durch Broadcom ist das Lizenzmodell umgestellt: Dauerlizenzen sind durch Abonnements ersetzt, das Produktportfolio auf wenige große Bündel eingedampft, und abgerechnet wird nach Kernen statt nach Sockeln. Wer vorher gezielt einzelne Komponenten lizenziert hat, kauft jetzt Pakete mit, die er nicht braucht.
Der Funktionsumfang ist vergleichbar, die Bedienung nicht identisch. Diese Tabelle ist der Kern jeder Migrationsplanung, weil sie zeigt, wo ein Eins-zu-eins-Ersatz existiert und wo eine Betriebsroutine umgestellt werden muss.
| VMware | Proxmox | Was sich im Betrieb ändert |
|---|---|---|
| vMotion | Live Migration | Gleiches Prinzip, laufende VM zieht ohne Abschalten um. Voraussetzung ist geteilter Storage oder lokale Replikation. |
| vSAN | Ceph | Ceph braucht mindestens drei Hosts, sinnvoll ab sechs. Die Kapazitätsrechnung ändert sich: dreifache Replikation lässt ein Drittel der Rohkapazität nutzbar. |
| VDP / vSphere-Backup | Proxmox Backup Server | Inkrementell und dedupliziert, mit eigenem Server. Aufbewahrung und Restore-Tests werden dort neu konfiguriert. |
| DRS | HA-Groups und Scheduling-Regeln | Kein direktes Gegenstück. Lastverteilung wird über Gruppen und Prioritäten geregelt statt automatisch ausbalanciert. |
| vCenter | Cluster-Webinterface | Jeder Node bringt die Oberfläche mit, es gibt keine separate Management-VM, die selbst ausfallen kann. |
| VMFS | ZFS, LVM-Thin oder Ceph RBD | Die Wahl fällt beim Zielentwurf. ZFS liefert Prüfsummen und Snapshots, Ceph die Verteilung über Hosts. |
| VMware Tools | QEMU Guest Agent | Muss in jedem Gast getauscht werden. Das ist der häufigste Grund für Nacharbeit nach dem Umzug. |
Ein Big Bang ist bei Virtualisierung selten nötig und immer riskant. Wir ziehen in Wellen um, jede mit eigenem Wartungsfenster und eigenem Rückfallplan.
Inventar aller Hosts, VMs, Datastores, Netze und Abhängigkeiten. Dabei fällt auch auf, was gar nicht mitmuss: Karteileichen, doppelte Testsysteme, abgeschaltete Altlasten.
Storage-Entscheidung, Netzwerktopologie, Backup-Konzept und die Reihenfolge der Wellen. Unkritische Systeme zuerst, damit die Routine sitzt, bevor es die produktiven trifft.
Je Welle umziehen, Guest Agent tauschen, Funktion prüfen, Backup verifizieren. Die alte Umgebung bleibt bis zur Abnahme der Welle unangetastet und aufnahmebereit.
Monitoring, Alarmierung und Runbooks auf die neue Plattform ziehen, Restore einmal echt testen, dann die alten Lizenzen abbestellen. Auf Wunsch übernehmen wir den Betrieb.
Die Ausfallzeit je Maschine ist keine Erfahrungssache, sondern eine Division: Wie viele Daten müssen kopiert werden, und wie schnell ist der Pfad dazwischen. Deshalb hier die Rechnung statt eines Versprechens.
| Belegter Speicher der VM | über 1 GbE ~110 MB/s | über 10 GbE ~1,1 GB/s | über 25 GbE ~2,8 GB/s |
|---|---|---|---|
| 50 GB | ~8 min | ~1 min | < 1 min |
| 200 GB | ~30 min | ~3 min | ~1 min |
| 500 GB | ~76 min | ~8 min | ~3 min |
| 2 TB | ~5 h | ~30 min | ~12 min |
Wir rechnen paketweise statt nach Aufwand, damit vor dem Start feststeht, woran du bist. Die Größe der Umgebung bestimmt den Preis, nicht die Zahl der Rückfragen.
| Position | Preis netto | Wofür |
|---|---|---|
| Basis je migriertem Host | 269 € | Aufnahme, Zielkonfiguration und Inbetriebnahme des einzelnen Hosts |
| Je angefangene 150 virtuelle Maschinen | 179 € | Umzug, Guest-Agent-Tausch und Funktionsprüfung der Maschinen |
| Beispielumgebung | Hosts | VMs | Rechnung | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Kleiner Cluster | 3 | 60 | 3 × 269 + 1 × 179 | 986 € |
| Mittlere Umgebung | 8 | 300 | 8 × 269 + 2 × 179 | 2.510 € |
| Große Landschaft | 20 | 900 | 20 × 269 + 6 × 179 | 6.454 € |
Eine Migration ohne Risikoliste ist keine Planung, sondern Hoffnung. Diese vier Punkte sind die, die in der Praxis Projekte kosten.
Treiber und Guest Agent unterscheiden sich. Windows-Maschinen brauchen den VirtIO-Treiber vor dem Umzug, sonst findet das System seine Platte nicht.
Software im Gast, die an Host-IDs oder MAC-Adressen gebunden ist, verweigert nach dem Umzug den Dienst. Das fällt sonst erst im Produktivbetrieb auf.
Die alte Backup-Kette endet mit der alten Plattform. Wer erst nach der Migration daran denkt, hat eine Lücke in der Aufbewahrung.
Ceph unterhalb seiner Mindestgröße liefert weniger Leistung und weniger Sicherheit als der einzelne Server davor. Die Entscheidung fällt vor der ersten Welle.
269 Euro je migriertem Host plus 179 Euro je angefangene 150 virtuelle Maschinen, jeweils netto. Ein Cluster mit drei Hosts und 60 VMs liegt damit bei 986 Euro, eine Umgebung mit acht Hosts und 300 VMs bei 2.510 Euro. Hardware und Storage-Neubau werden getrennt kalkuliert.
Das ist eine Division aus belegtem Speicher und Nettorate der Anbindung. 200 GB brauchen über 10 GbE rund drei Minuten, über 1 GbE rund eine halbe Stunde. Mit Vorabkopie im laufenden Betrieb sinkt die eigentliche Umschaltzeit auf wenige Minuten, unabhängig von der Gesamtgröße.
vMotion entspricht der Live Migration, vSAN wird durch Ceph ersetzt, die Backup-Lösung durch den Proxmox Backup Server mit inkrementellen Sicherungen und Deduplizierung. DRS hat kein direktes Gegenstück, seine Aufgabe übernehmen HA-Groups und Scheduling-Regeln. Der Funktionsumfang ist vergleichbar, die Bedienung nicht identisch.
In vielen Fällen nicht. Proxmox läuft auf derselben Hardware, auf der vorher ESXi lief, sofern sie nicht ohnehin am Ende ihres Lebenszyklus steht. Wir bewerten die vorhandenen Systeme in der Bestandsaufnahme. Neue Hardware wird nur dort vorgeschlagen, wo Kapazität oder Alter es erzwingen.
Die alte Umgebung bleibt bis zur Abnahme jeder Welle unangetastet und aufnahmebereit. Scheitert eine Welle, laufen die betroffenen Maschinen dort weiter, während die Ursache geklärt wird. Deshalb ziehen unkritische Systeme zuerst um: damit die Routine sitzt, bevor es produktive Maschinen trifft.
Nein. Ceph ersetzt vSAN, lohnt sich aber erst ab etwa sechs Hosts und braucht mindestens drei. Kleinere Cluster fahren mit ZFS und Replikation oft besser und günstiger. Welche Variante passt, entscheidet der Zielentwurf anhand von Clustergröße, Kapazitätsbedarf und Verfügbarkeitsanspruch.
Schick uns die Eckdaten: Anzahl Hosts, Anzahl VMs, belegter Speicher. Wir sagen dir, was die Migration kostet und wie lange sie dauert, bevor du irgendetwas entscheidest.